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Der Malaienbär heißt Klaus.

Im Fernsehen hat er sich eine Regenrinne voller Möhren vor den Schädel gehauen und ist dann winselnd zusammengebrochen. Das hatte was von aktivem Lebensüberdruss à la Junge-Tote-des-Rock'n'Roll, das war ganz schön gut. Seitdem mag ich Malaienbären. Dumm, aber mit Charakter, das findet man im Säugetierbereich nicht mehr allzu häufig, das gibt es sonst nur noch bei den letzten öffentlichen Alkoholikern im Ruhrpott und auch die sterben ja aus und werden durch Talkshowgäste ersetzt. Die Würde der Wesen stirbt dahin.

 
Die Realität ist deshalb immer tendenziell eine Enttäuschung, so auch im Zoo, aber das Fell von Klaus ist schick, auch wenn sich der Insasse nicht bewegt. Es sieht so aus, als müsse es sich anfühlen, wie ein Faltenhund ohne Falten, mal anfassen wäre gut, aber interaktionsmäßig sind diese Zoos Entwicklungsland, die Ausschließlichkeit des Visuellen wird dem Wunsch nach Nähe zu Säugetieren nicht gerecht.

 

Die Erdmännchen sind klein und schmutzig, "Die Wachhabenden sind die Rangniedrigsten", wird Wissen weitergegeben, von Vater zu Sohn und ich denke, dass das der Ursprung der Jauch-Kultur ist: Was wissen, aber blöd sein. Was würde unsereins mit Kind im Zoo machen, meinungsfreudig und klug, aber ahnungslos, wie wir sind? Kinder wollen scheins Erklärungen. Mit einem launigen Kommentar à la "Wenn man so durch den Zoo geht, fragt man sich ja schon, ob Evolution nicht einfach ein großer, göttlicher Witz ist" können die nichts anfangen. Man sollte also den Reproduktionswunsch überdenken.

 

Diese Fähigkeit unterscheidet uns ja letztlich auch von anderen Säugetieren.

7.4.07 12:01
 


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