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Pusta heißt auf ungarisch "Alföld".

Das zumindest erzählte mir eine Freundin, die sich in dem Sprachraum ein bisschen auskennt. Schon ein verrücktes Völkchen, diese Ungarn: Alle Welt nennt die Pusta (oder Puszta) in Anlehnung an die ungarische Landessprache Pusta (oder Puszta), und die Ungarn selbst nennen sie einfach ganz anders.

Doppelt großartig ist die Information natürlich für den, der das niedersächsische Städtchen Alfeld (zwischen Hannover und Göttingen) kennt. Wer Alfeld nicht kennt, braucht ein paar Hilfen zum vollen Witzverständnis (Witzverständnisvoraussetzungswissen):

Für Essener und Dortmunder: Das ist ungefähr so, als würde die Pusta auf ungarisch Möhlheim an der Röhr heißen oder Böchum.

Für Kölner: Stellt euch vor, Pusta hieße auf ungarisch Bönn.

Für Hamburger:  Die Pusta könnte auch Brönsböttel heißen.

Für Stuttgarter: Denkt euch mal, der Ungar könnte seine Pusta auch Böblingön nennen.

Für Sachsen: ...funktioniert der Witz leider nicht.

Das sind doch schöne Dinge, über die man durchaus mal nachdenken kann. Auch schön und bedenkenswert ist, dass mein Lieblingssatz des gestrigen Tages aus einer Katja-Mann-Doku stammt. Katja Mann beschreibt da einen Sanatoriumsaufenthalt bzw. bestimmte Mitkranke. Nun das Zitat: "Ich hätte nicht gedacht, dass jemand so krank und gleichzeitig so ordinär sein kann."

Was wirklich gut beobachtet ist: Kranke wirken ja immer so penetrant unordinär, fünf Minuten vor dem Tod erscheint jeder sanft und durchgeistigt wie ein Akademiker.

Folgerung: Viel mehr Leute sollten viel kränker sein. 

 

10.4.07 15:44
 


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